[ewiger nörgler]
Was – so frage ich mich immer wieder, wenn mich blog.de daran erinnert, dass ich mich mal angemeldet habe – was also soll das mit der Bloggerei. Eine feine Sache eigentlich, viele Stimmen, die ihre fünfzehn Minuten verlangen. Und ich habe auch schon nettes gelesen. Aber die große Mehrzahl… Ist ein öffentliches Tagebuch nicht eigentlich ein Widerspruch in sich? Aber das Private nach außen kehren, das ist nicht nur en vogue, es ist geradezu Pflicht. Ich bin zufällig darüber gestolpert; es war irgendwann anno '85. Da saß im französischen Fernsehen ein Pärchen und sie sagt, dass er ein Problem mit der vorzeitigen Ejakulation hat. Also tatsächlich hatte er kein Problem damit. Das scheint das Problem gewesen zu sein, dass sie ihm so locker – aber nicht nur – von der Hand ging. Es ist kaum noch vorzustellen, dass es das mal nicht gegeben hat, Menschen, die ihr Privatestes einer Fernsehöffentlichkeit ausgebreitet haben. Zygmunt Baumann war's, er nimmt sich jedoch auch jemand anderen zu Hilfe. Leider, ein Hirn wie ein Sieb, ich weiß noch, es ist in der Krise der Politik drin. Auf einer geraden Seite, schätzungsweise unter den ersten 100. Gut. Darauf wollte ich nicht hinaus. Aber bei der langen Absenz ist jedesmal hinsetzen natürlich auch eine Reflektion über warum ich das jetzt wieder tun sollte.