Newsletter #2

ere paevast (das heisst Hallo oder so) Was gibts neues: Es gibt mehr als ein Olympic-Casino in Tallinn Es gibt Downhill-Biker in Tallinn Der FCB wird Meister Ich glaube ich werde krank: 2 Museen an einem Tag Hier wirds jetzt schon erst um 22.00 Uhr dunkel Ich habe zuwenig Schoggi dabei Meine Fuesse beginnen sich zu wehren Ich will mein Bike In Tallinn und Tartu gibt es SMS-Busbillette Ich brauche Socken Am Freitag war es soweit, ab nach Tallinn. Als ich in Riga auf dem Weg zum Busbahnhof war, wurde ich von einem deutschen Ehepaar angesprochen (auf Deutsch natuerlich, Glueck gehabt dachte ich) wo es denn hier zum Markt gehe, da ich sowieso in diese Richtung unterwegs war, sagte ich dass ich es ihnen zeigen werde. Dann kam die wohl intelligenteste Frage aller Zeiten: Ich war bewaffnet mit 2 Rucksaecken und der Fotokamera in der Hand und der Herr fragte mich was ich denn hier in Riga machen wuerde.... Der Bus war ganz schoen voll und nach einiger Zeit entwickelte sich einer sehr interessanter Duft im ganzen Bus. Nach ca. 5 Stunden kamen wir in Tallinn an, da die Wegbeschreibung zum Hostel im Internet sehr duerftig war, orientierte ich mich am Olympic Casino. Da wuerde das Tram vorbeifahren (das die falsche Tramnummer angegeben war spielte keine Rolle) und von da aus waeren es nur noch ein paar Meter. Als ich das Casino erblickte sprang ich sofort aus dem Tram und machte mich auf die Suche, doch auch nach 30 Minuten hatte ich noch kein Al Express Hostel gefunden, die Dame am Kiosk konnte mir auch nicht weiterhelfen und der Stadtplan war mir auch keine grosse Hilfe, es sah alles irgendwie anders aus als es sollte. Bis ich realisierte dass ich etwa 3 Stationen zu frueh ausgestiegen bin. Nach etwa einer Stunde wurde ich dann fuendig, leider. Das Hostel erinnerte an eine Wohnung in der in jedem Zimmer ein paar Betten hineigestellt wurden. Nach dem Super-Hostel in Riga war das das pure Gegenteil: Kein Schluessel fuer das Zimmer, keine Kueche, kein warmes Wasser, kein Aufenthaltsraum nicht mal ein Stuhl gab es da. Das ganze hatte etwa den Charme einer Zivilschutzanlage, also etwa gleich viel wie die Receptionistin. Aber 2 Naechte gebucht, 2 Naechte bezahlt. Also Gepaeck deponiert und moeglichst schnell wieder raus. Tallinn hat eine wunderschoene Altstadt, das einzig Unschoene sind die Unmengen von Touristen, dazu spaeter mehr. Als mich dann dein leichtes Hungergefuehl ueberkam, begab ich mich in irgendein Pub-Bar-Restaurant. Ich bestellte einen griechischen Salat (CHF 4.50) und zu meiner Ueberrasching war das Dessert bereits inklusive. Denn in diesem Salat hatte es neben Tomaten und Gurken und ein paar verloren wirkenden Feta-Stuekli auch noch Aepfel, Orangen und Walnuesse.... Am Abend checkte eine Frau aus London im selben Hostel ein, wir unterhielten uns ein bisschen und ich fragte sie ob sie schon einmal in der Schweiz war. Sie meinte ja, sie waere heute in Stockholm umgestiegen :-) Am naechsten Morgen brauchte ich dann erstmal einen Kaffee, auf dem Hauptplatz in der Altstadt hockte ich mich in die Sonne und schluerfte meinen Kaffee. Am Nachbartisch sassen etwa 10 Finnen mittleren Alters, alle sturzbetrunken. Und das morgens um halb 11. Naja, Alkis gibt es ueberall dachte ich, aber im naechsten Restaurant das selebe Bild und im naechsten auch. Wirklich hetftig, die kommen ein Wochenende hierher und besauffen sich die ganze Zeit, so aehnlich muss auf Mallorca sein. Dann besucht ich das Tallinn City-Museum (Museum Nr. 1), war ziemlich interessant, nur was die Ausstellung ueber die Geschichte der Damenunterwaesche dort zu suchen hatte ist mir bis jetzt ein Raetsel. Spaeter besucht ich die Saengerbuehne wo alle 4 Jahre irgendein Singfest stattfinden. Die Buehne bietet Platz fuer..... 20000 Leute, das Ding ist wirklich riiiieeesig. Danach ging es am Strand entlang zurueck in die Altstadt in das Feuerwehrmuseum (Museum Nr. 2). Leider war alles in russisch und estnisch, estnisch? estisch? estonisch? estenisch? egal, angeschrieben aber bei 40 Rappen Eintritt kann man nicht meckern. Dann am Abend kam das SMS des Jahres: Der FCB gewinnt gegen Thun und ist somit so gut wie Meister. Tja liebe Thuner, versuchts in 10 Jahren nochmals, aber trotzdem danke dass ihr die Saison wenigstens ein bisschen spannend gemacht habt. Am naechsten Tag wechselte das Hostel und ging in das Old Town Hostel. Nach einem weiteren Tag in der Altstadt und auf einem 60 Meter hohen Kirchturm (250 Stufen, puhh) endlich im Hostel mit warmer Dusche und mit Sauna, das war ja vielleicht edel, am Abend wurde noch einem Kanadier die Haare mit einem Bartschneider geschnitten, auf der Strasse vor dem Hostel wohlverstanden. Danach wurde mir auch klar weshalb in der Beschreibung fuer das Hostel "This hostel is ideal for individual travellers with true backpackers spirit" stand, denn das ganze Bestand aus einem grossen Raum mit Kueche, Sofas und Betten. Am Abden wurden die Sofas ausgeklappt, Matratzen hervorgeschleppt und das ganze wurde ein grosser Schlafsaal. War aber wirklich witzig. Mit Ausschlafen war halt leider nichts, aber ich war trotzdem der letzte der aufgestanden ist, daenk. Am naechsten Tag war Jahrestag des Endes des zweiten Weltkrieges. Viele Alte Maenner mit vielen Auszeichnungen und vielen Traenen in den Augen standen rum, dazu viele junge Leute die viele Blumen an die vielen alten Maenner mit den vielen Abzeiche und den vielen Traenen in den Augen verschenkten. Am Nachmittag gings dann per Bus nach Tartu. Sogar mit Boardservice mit Kaffe fuer 60 Rappen und einem 80er Jahre/Schinken der ueber den Bildschirm flimerte.Tartu ist die zweit groesste Stadt in Estland, leider war Montag und Dienstag fast alles zu. Auch alle Museen waren geschlossen (ja, ich wollte schon wieder). Dafuer hatte ich fuer 20 Franken ein Einzelzimmer bekommen, mit Dusche und WC auf dem Gang aber hey, nicht schlecht oder? Heute bin ich mit dem Bus zurueck nach Tallinn und heute Abend gehts mit dem Nachtbus nach Villnius nach Litauen. Hoffentlich gibts Platz zum schlafen. So meine Zeit lauft ab, Gruesse an alle und bis bald Cedi