Arien..

Während ich gerade an den Einstellungen für dieses neue Blog arbeite, höre ich über mein iTunes die CD mit Arien gesungen von Anna Netrebko zusammen mit den Wiener Philharmonikern unter dem Italiener Gianandrea Noseda aus dem Jahr 2003. Diese CD enthält ein typisches Potpurri aus virtuosen Arien aus unterschiedlichsten Opern. Frau Netrebko ist unbestritten attraktiv, und das Label bescheinigt ihr in seinem Werbefeldzug immer wieder den Status eines Hollywood-Stars. Ich meine, dass sie dem musikalischen Anspruch, der diese PR rechtfertigen würde, hier nicht gerecht wird. Ihre Stimme verfügt unbestritten über hervorragendes Material, doch plätschert die Folge von Arien so dahin, die Momente, die den Hörer wirklich aufhorchen lassen, sind rar gesät, zumal auch die Wiener Philharmoniker mit der großen Routine und Gelassenheit eines Opernorchesteres begleiten, dabei aber deutlich uninspiriert sind. Donizetti,Dvorak und Gounod wechseln ineinander, ohne dass man sich in eine andere Opern, eine andere Handlung, geschweige denn in eine andere Komposition hineinversetzt fühlt. Anna Netrebko schlüpft nie merklich in ein anderes Rollenprotrait hinein, die Persönlichkeiten verschwinden in sängerischer Gleichförmigkeit. Schade...