Der Unfall
14. September 2005 12.50 Uhr. Ein Datum, das mein Leben verändert hat. Mein Bruder hatte einen tödlichen Unfall. Nachmittags der Anruf des Unfallseelsorgers, es sei etwas tragisches passiert. Mein Bruder hatte einen Autounfall und hat ihn nicht überlebt. Ein Scherz? Kein Scherz. Bittere Wahrheit. Schock. Ungläubigkeit. Ein schlechter Film läuft vor mir ab. Was heißt das? Mein Bruder, 25, ich soll ihn nie wieder sehn? Nie wieder drücken? Nie wieder über seine Witze lachen? Das kann doch nicht wahr sein. WARUM? Das weiß keiner. Er hatte doch sein Leben noch vor sich. Ich wollte doch noch Tante werden.......... Die brutale Wahrheit....er war nur Mitfahrer, auf dem Weg zur nächsten Baustelle....ein Arbeitsunfall, ha, ha, Der Fahrer hat mit dem Kleinbus einen auf dem Seitenstreifen der Autobahn stehenden LKW gerammt. 30 cm zu weit rechts,.......er war sofort tot. Der Fahrer ist eingeschlafen, leicht verletzt, aus dem Krankenhaus entlassen. Mein Bruder für immer von uns gegangen. Es ist so unreal. Und unfair. Und und und..........! Wie soll ich damit fertig werden? Es jemals versteh´n? Und da sind noch mein Vater und meine Mutter, getrennt lebend. Ich muß doch jetzt stark sein und für die beiden da sein. Wie kann ich da "schwächeln"? Wie soll ich sie aufbauen, obwohl ich doch selber nicht weiß, wie ICH damit klar kommen soll. Freunde? Hab ich viele, die sind auch da für mich. Aber immer reden? Die Frage"Wie geht es Dir"? Ich hasse sie. Wie soll es mir schon gehen? Super..alles in Ordnung. Ich darf nicht ungerecht werden, sie meinen es nur gut. Aber es ist so anstrengend, mein Kopf ist so leer, ............ Psychologen? Ja ist vielleicht die bessere Lösung. Aber wie finde ich den Richtigen? Ist gar nicht so einfach. Ich könnte den ganzen Tag schlafen.....nichts hören, nichts sehen, nichts tun. Und dann könnte ich wieder den ganzen Tag u die ganze Nacht unterwegs sein. Da will ich gar nicht heim. Mein Bruder, ich hoffe es geht Dir gut..... da wo du jetzt bist.