Die Revolution in der Produktion.

Der Einkäufer Robert H. in der Zentralverwaltung vom Möbel Westermann gibt seinen PIN in den Browser ein. Dann beginnt er mit der Dateneingabe in die aktuellen Prospektseiten, die er verantwortlich betreut. Bilder und Texte von Produkten zieht er in eine vorkonfigurierte Seite. Wenn alles fertig ist, gehen die Daten per Mausklick in die Lithoanstalt. Mit geeigneter Software werden Kommunikationsabläufe optimiert und Arbeitsprozesse zwischen Werbung, Marketing und grafischer Industrie erheblich beschleunigt. Neben der Prozessoptimierung in der Druckvorstufe entsteht durch Anbindung an die Warenwirtschaft ein höchst effizientes Managementtool. Heute, 5 Jahre nach der ersten Realisierung bei einem großen Handelskonzern längst keine Vision mehr sondern erprobte Praxis. Die reibungslose Kommunikation, der zügige Austausch von Daten und nicht zuletzt Flexibilität in den Arbeitsprozessen sind entscheidend für eine effektive Zusammenarbeit. Marketing- und Werbeabteilungen, Agenturen, Fotografen, Lithografen und Druckereien arbeiten auf einer gemeinsamen Plattform. Vergessen kann man in Zukunft das lästige Konvertieren von Datenmengen, das Brennen von CD’s die Übersendung von Material per Kurier- und Botendiensten. Die immer wiederkehrenden Abstimmungsprozesse zur Auswahl von Bild- und Textdaten. Die Idee: Den Arbeitsfluss zwischen allen an der Medien-Produktion Beteiligten zu optimieren und einen echten „Workflow“ zu schaffen. Auf diese virtuelle (Web basierte) Plattform haben alle Beteiligten Zugriff – und das weltweit. Benötigt wird lediglich ein Highspeed Internetzugang. Ziel ist es, die unterschiedlichen Komponenten im Arbeitsfluss abzustimmen und zusammenzufügen. Der Kunde stellt nach seinen Vorgaben in Einkauf und Marketing Informationen und Bilder zusammen und legt sie in einer geeigneten Datenbank ab. Die Agentur gestaltet die Seite, der Lithograf macht das Ganze druckfertig und gibt es in Druck. Damit koordiniert die Software als zentrale Datenbasis die Kommunikation in Form von Datenbestellungen, -kombinationen und -transfers. Gleichzeitig hat der Kunde die Möglichkeit Daten, Bilder und Layouts zu kontrollieren, neue zu bestellen oder Daten zur weiteren Anwendung zu versenden. Als Zugabe ist eine Shoplösung für den Internet-Auftritt des Unternehmens Bestandteil der Gesamtlösung. Die digitale Kompetenz weist neue Wege im Unternehmens-Management. Die Vorteile liegen auf der Hand: • Deutliche Kosten- und Zeiteinsparung auf allen Ebenen. • Teuere Grafikerarbeitsplätze entfallen ersatzlos. • Keine zusätzliche Hardwareinvestition. • Wiederholtes Einscannen und Einlesen von Bildern, die Erstellung von Textbausteinen und aufwändigen Datentransfers entfallen. • Mehr Marktransparenz und eine sinnvolle Erfolgskontrolle. Der Einsatz eines solchen Workflowsystems setzt ein Seitenvolumen von einigen hundert Seiten pro Jahr voraus. Die Investitionskosten hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab und müssen in jedem Einzelfall kalkuliert werden. Sie amortisieren sich bereits nach 1 bis 3 Jahren. Im vergangenen November wurden in meinem Auftrag 300 Vorstände, Marketing- und Werbeleiter und IT-Spezialisten vom Münchner PbS-Institut für Marktanalyse befragt*. Die große Mehrzahl der Befragten sehen die Einsparpotenziale bei ca. 1/3 der bisherigen Kosten und wollen kurzfristig eine Lösung in ihrem Haus umsetzen.