Ein Hoch der Asymmetrie

Via Ole: der Schräge Hangnager. Da haben wir wieder so einen Fall der Bekritzelung einer Klowand (oder zumindest einer Schamwand). Da verlinkt der aus meiner ostfriesischen Heimat stammende Ole auf eine scheinbar wissenschaftliche Seite, die die Tierart "Schräger Hangnager" beschreibt. Und dort wird behauptet - ich erlaube mir zu zitieren - "[...] ist ein einzigartiges Tier [...]". Dem muss ich im Sinne der gründlichen wissenschaftlichen Recherche ausdrücklich widersprechen. Denn es gibt eine weitere Art, bei der die Beine rechts vs. links keineswegs symmetrisch sind. Es handelt sich um den "Homo ostfriesiensis lateralis", zu dem ich mich selber zähle. Wenn auch nicht so ausgeprägt wie beim schrägen Hangnager, so weiss man doch von Höhenunterschieden um die 20 mm bei einem Morphotyp "rechts kurz". Der genetische Vorteil ist absolut klar: das aufrechte Laufen am Deich. In meinem Fall bedeutet das: im Uhrzeigersinn aussen am Deich, entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Innenseite. Der aufmerksame und kritische ToilettenbesucherLeser fragt sich natürlich sofort, was denn so ein schräger Ostfriese macht, wenn er - was selten ist - mal nicht am Deich entlanggeht, sondern etwa an einer Strasse. Dafür haben die Ostfriesen eine gar wunderbare Lösung geschaffen: den Graben am Strassenrand. Auch dieser weist zwei ungleich schräge Seiten auf, die den verschiedenen Morphotypen den aufrechten Gang ermöglichen. Über die Paarungsgewohnheiten dieser Lebewesen hülle ich mal den Manten des Schweigens und verweise nur darauf, dass sie nicht notwendig mit denen des schrägen Hangnagers übereinstimmen.