Erneut Kreideabbruch auf Rügen
An der Steilküste von Rügen hat es einen weiteren größeren Kreideabbruch gegeben. Gestern rutschten südöstlich vom Kap Arkona bei Vitt rund 1.600 Kubikmeter Kreide und Gestein ab. Menschen waren nicht gefährdet, teilte die Polizei in Stralsund mit. Ein Fischer habe den Abbruch einer etwa 40 Meter hohen, 20 Meter breiten und zwei Meter starken Kreideschicht beobachtet. An dieser Stelle an der 40 Meter hohen Steilküste standen bereits Warnschilder, die auf die Gefahr hinwiesen. Nach Behördenangaben sollen weitere Abschnitte an den Steilhängen abgesperrt werden. In diesem Winter gab es schon drei größere Kreideabbrüche, die beiden letzten wurden vor zehn Tagen in der Nähe von Wissower Ort entdeckt, etwa 20 Kilometer entfernt vom jetzigen Abbruch. Dort waren jeweils rund 1.000 Kubikmeter Kreide- und Gesteinsmassen in die Tiefe gestürzt. Ursache ist nach Angaben des Nationalparkamtes Jasmund der ungewöhnlich niederschlagsreiche Sommer 2007.