EU-Workshop "Bewirtschaftung von Tiefseebeständen"
"Bericht zum Workshop „Bewirtschaftung von Tiefseebeständen“ veröffentlicht Über eines waren sich alle Teilnehmer des Workshops „Bewirtschaftung von Tiefseebeständen“, der im Dezember 2007 auf Initiative des Fischereiausschusses des Europäischen Parlaments stattfand, einig: Angesichts der besonderen Schutzbedürftigkeit des Ökosystems und der Fischarten der Tiefsee müssen dringend politische Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Raum wirksam zu schützen. Weder die von der Kommission ergriffenen Maßnahmen, darunter die festgelegte Gesamtfangmenge für die Fischarten der Tiefsee und die Einrichtung von speziellen Schutzzonen, in denen der Fischfang noch weiter eingeschränkt ist, noch die Regeln der UNO-Resolution (61/105), verabschiedet im Dezember 2006, reichten aus, um das Fortbestehen des Ökosystems der Tiefsee zu garantieren, so die Experten. Große Unklarheit herrscht angesichts der noch mangelhaften Kenntnisse über die Wirksamkeit der bisherigen Schritte sowie der Komplexität der Tiefseefischerei, hingegen in Bezug auf die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen. Vor diesem Hintergrund sollte der Workshop den Wissensaustausch zwischen Politik und Wissenschaft fördern und mögliche Wege einer EU-Gesetzgebung zum Schutz der Tiefsee beleuchten. Als mögliche Maßnahmen wurden das Verbot der Schleppnetzfischerei ab 2000 Metern Tiefe, mehr Gelder für die Erforschung der Tiefsee und eine verstärkte Kontrolle der Fangmengen diskutiert. Zum Bericht des Workshops." Quelle:http://www.helgatruepel.de/Maritime_Politik.181.0.html