Fettnäpfchen - ich komme!
Ich bin wohl ein klassischer Mann. Wenn ich mal beim Doc bin, dann entweder weil ich tot bin, oder aber, weil ich da irgendwie hingeschleppt wurde. Heute war ich mal wieder beim Arzt. Alles fing recht harmlos mit Halsschmerzen an, gegen die ich mir nur mal schnell Medikamente holen wollte. Als aber keine Besserung eintrat, aber einige Krankheitssyntome mehr auftraten, hatte ich die Nase voll. Wegen einer Erkältung aufgeben wollte ich ja nun auch nicht. Damit irgendwann mal in meiner Todesanzeige "Nach kurzen Kampf siegte sein Schnupfen" steht? - Nein, das brauch ich nicht. Also, ich mal zum Doc gegangen, einen Hausarzt habe ich seit meinem letzten Umzug vor ca. 2 Jahren noch nicht gebraucht. Aber ich habe direkt neben der Apotheke ein Schild gefunden, also bin ich da mal hin. Eine grummelige Sekretärin (die heissen irgendwie anders beim Arzt) nahm mir auch gleich 10 Euro ab. Ich hab ihr noch einen Euro Trinkgeld draufgelegt. Dafür habe ich in der Praxis dann auch einen Sitzplatz bekommen. Irgendwann war ich beim Doc und habe ihm erzählt, dass ich gegen meine Halsschmerzen ein Medikament Namens X (fällt mir gerade nicht ein) empfohlen bekommen habe, das aber nicht wirkt. Da grinst er mich an:"Nicht schlecht... Das Medikament kommt gar nicht an die Stelle im Hals, wo es denn wirken sollte." Da war ich sauer auf die Apotheken-Bedienung. Mit meinem Leid Geld zu machen ist ja okay. Aber so ganz ohne Gegenwert? Nein! Dann war ich beim Doc fertig und ging wieder zur Sekretärin um mir mein Warengutschein (Rezept ist wohl Fachausdruck) da abzuholen. Mit Rezeptur hat das aber nicht viel zu tun. Auf dem Weg dort hin steht eine gut aussehende Blondine, die ich von irgendwoher kannte. Sie grüßte mich freundlich. Eine Ex-Freundin von mir kann es nicht gewesen sein, aber irgendwoher kannte ich die halt. Nachdenklich geh ich zwei Meter weiter zur Theke und warte. Das dauerte Jedenfalls etwas, bis die das da aus ihrem Computer raus hatte. In der Zeit sag ich zur Sekretärin:"Wenn ich Ihnen einen Tipp geben darf, glauben Sie keiner Bedienung in der Apotheke! Wenn die Ihnen etwas gegen Halsschmerzen empfehlen, nehmen Sie lieber ein Produkt, welches Sie nicht erwähnt hat. Gegen Blasenschwäche zum Beispiel. Da ist die Chance größer, dass das auch hilft." Die Sekretärin grinste kurz, wurde sehr ernst, schaute zur wartenden Blondine rüber, die nun nicht mehr ganz so freundlich schaute. Ich überlegte kurz, wie ich den Blick jetzt zu deuten hab. Dann wurd mir einiges klar: Was meint Ihr, woher ich die Blondine kannte? Mal wieder typisch van Bloch