Ideen lauern überall...!

Mit einem sehr offenen Geist sprach ich vor ein paar Tagen über die Frage, ob und wie sich Dematerialisieren erklären ließe. Es wird ja behauptet, zum Beispiel auch in den christlichen Schriften, Jesus sei vor den Augen der Anwesenden verschwunden und zeitgleich, wie dann berichtet wurde, an ganz anderen Orten wieder, oder gar synchron mehrmals, erschienen, „in corpore“. Oder daß ein geübter Yogi durch Wände gehen kann. Das alles gehört nicht in den Bereich der Mythen, sondern wurde mehrfach – auch unter sogenannten „wissenschaftlichen Bedingungen“ – beobachtet und kann getrost als verifiziert bezeichnet werden – zumindest was die Glaubwürdigkeit der Beobachtenden und deren Beobachtung betrifft. Also wurden wir uns rasch einig, daß wir uns nicht nur über Dematerialisieren, sondern auch über Materialisieren unterhalten müßten, weil es wahrscheinlich nur die Kehrseite der gleichen Medaille sei. Zuhause angekommen, fiel es mir plötzlich wie Schuppen vor den Augen: Uns fehlt noch die präzise Erklärung des „wie“. Aber das „daß“ sollte uns klar sein, seid unser Geist zur Reflexion fähig ist: Alles, was uns als sogenannte Materie umgibt, war einmal „unsichtbar“, nämlich in der Vorstellungskraft derjenigen, die dann diese „Idee“ in Materie umwandelten, der Stuhl, auf dem ich sitze, die Tastatur, über die ich hacke, das Papier, auf dem ich meine Texte ausdrucke. Und spätestens seit Einstein, Planck, de Broglie, Schrödinger wissen wir, daß Materie eine Verdichtung des Feldes ist, eigentlich also ein „Grenzfall“, ein Schmutzeffekt der Energie. Auch wenn das unserer Logik momentan schwer klar werden kann, aber im Grunde sitzen wir auf ... Zwischenräumen... Ja, die Sache wird ja noch spannender, weil manche Phänomene eigentlich ja nicht einmal „phenomena“ im Sinne des Wortes sind, also eben nicht „erscheinen“, daß also manches „hier „unten“ sich gar nicht erst selbst materialisiert“ sondern sozusagen erst auf der Metaebene, oder gar auf der Meta-Metaebene. Ein Beispiel: Die Idee der Versicherungsgesellschaften als Träger kollektiver Risiken – das ist doch etwas höchst - im Sinne des Wortes - „Un-begreifliches“, greifen läßt sich doch nur das Geld, das als Prämie bezahlt wird (und selbst das kann ja heute elektronisch geschehen, also ohne das sinnliche Erleben von Papier und Münzen!), und dann das Geld, das, wiederum oft unsichtbar, zum Beispiel einer oder einem Geschädigten nach erfolgreicher Abwicklung eines Schadensfalls ausbezahlt wird - abstrakter kann eine Kette von der Initialidee zur endgültigen Materie wohl kaum sein, mit so vielen unsichtbaren Zwischengliedern. Wir sehen also, daß unsere Welt mehr durch Unsichtbares, als durch Sichtbares, materialisiert seiendes, zusammengehalten wird: Durch Recht, Gesetz und Ordnung, zum Beispiel. Und durch Liebe – wie bei der Elektrizität sehen wir, was sie bewirkt, aber als Energieform ist sie für uns unsichtbar. Wer sich mit Philosophie beschäftigt, wird natürlich sofort an Platon erinnert, an die platonsche Ideenwelt, an die Materialisierung der (göttlichen) Gedanken und, vice versa, an ihre Rückverwandlung in Ideen. Nur, was be-kannt ist, gilt noch lange nicht als er-kannt, wie Hegel schreibt („Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt: Es ist die gewöhnlichste Selbsttäuschung, wie Täuschung anderer, beim Erkennen etwas als bekannt vorauszusetzen und es sich gefallen zu lassen“, in: Vorrede zur Philosophie des Geistes, System der Wissenschaft). Mir kommt ein zweites, bekanntes, aber bei weitem in seiner ganzen Tragweite noch nicht erkanntes Phänomen in den Sinn, mit dem ich im Rahmen meiner Unternehmensberatertätigkeit mit Prof. Lange-Prollius in Verbindung kam, das in der Energonlehre des Hans Hass seinen Niederschlag findet (Internet-Link“ http://www.hans-hass.de/Energon/Inhalt_Energon.html). Auch hier stoßen wir auf unsichtbare Zusammenhänge, die sich direkt im Bereich der Materie auswirken, aber energetischen Ursprungs sind. Außer in der EKS-Strategie des Wolfgang Mewes und einigen Wenigen, die die Tragweite dieser Erkenntnisse bisher verstanden haben, ist dieser Brunnen noch weitgehend unausgeschöpft und birgt für das Wassermannzeitalter noch reichlich ... Wasser... Wer immer sich mit „der Kraft des positiven Denkens“ beschäftigt, wird jetzt natürlich freudig in die Hände klatschen, nach dem Motto:„Na, sag ich doch schon ewig, die Idee, die Vorstellung, machts!!“ So, genug geblogt für heute... ich freue mich auf jede und jeden, die mir hilft, meinen Horizont zu diesen Themata zu erweitern – danke im Voraus!