Ik steh auf Berlin
Vom 27.3 - 30.3 war ich mit Freund H-J unterwegs. Wir haben unsere jährliche Männertour diesmal nach Berlin gemacht. Es ist eine kleine und schöne Tradition geworden. Auf der Hinfahrt haben wir in der Nähe von Arnstadt übernachtet. Ich hatte dort noch einen Gutschein für eine Hotelübernachtung, so dass wir uns ein paar Euros gespart haben. In Arnstadt fiel uns eine riesige Fabrikhalle auf: Das war N3. Hier werden Triebwerke für die Lufthansa gewartet. Wir wollten noch etwas von Erfurt sehen, aber das Nachtleben war tot. Wir lagen brav um 10:00 im Bett. Freitags bis Sonntags hatten wir volles Programm: Kurfürstendamm, Gedächtniskirche, KADEWE, Reichstag, Kanzleramt, Hauptbahnhof, Brandenburger Tor, Unter den Linden, Potsdamer Platz, Karl-Marx-Allee, Fernsehturm (nur von unten), Berliner Dom (nur von außen), Alexanderplatz, Olympiastadion, Pergamonmuseum, Hackesche Höfe. Ein Totalausfall fand ich das Holocaustdenkmal. Das haben 6 Millionen ermordete Juden nicht verdient: Hunderte von Betonklötzen, die ohne Wirkung auf den Betrachter an einem rummeligen Platz herumliegen. Dementsprechend respektlos benehmen sich die Besucher: Sie sitzen drauf rum oder gehen ratlos durch die Klötze hindurch. Da hat sich jemand selbst verwirklicht auf Kosten der vielen Toten und der Steuerzahler. Freitags hatten wir im Hotel (Ramada in Mitte, war ganz gut) noch ein 3Gänge-Dinner. Wir kamen uns wie ein altes Ehepaar vor. Ich fand es lustig. Eigentlich hat Berlin noch einiges zu bieten. Man bräuchte aber mehr Zeit als 2 1/2-Tage. Nächstes Jahr wollen wir etwas mehr Sonne.