Im Zug

ich bin unter wegs auf dem weg zu mir im nachtzug brennt mir das tageslicht in den augen aus dem sinn in das gefühl schleiche ich mich in eine neue begebenheit mit vorsicht luge ich nachsichtig in die stierende dunkelheit eine horde schwarzer schafe, die nach mir ruft ich höre am fenster die kälte von draußen seh(n)e mich im spiegel meine zerrissenheit wirft schatten auf mein du wir fahren zusammen rückwärts der zug hält den atem an das laternenlicht spuckt mir ins gesicht ich lache nur ein halt ist ein halt wenn man den regen riechen kann der zug atmet menschen aus zieht mich weiter aus ein - ander mein kleiner zeh zuckt im takt des metronom der in meinem herzen klopft muss mich im sitz vergraben damit es mich nicht aus der ferne in die nähe wirft mein du sagt "ich" und zeigt auf mich und ich traue mich nicht zu widersprechen "ich war vor mir nach dir hier" ich nicke verneinend und falle vorwärts der zug röchelt hustet mich nach draußen ich bin angekommen