Irren wir uns alle in Barack Obama?

Der Satz „Kaum einer weiß, was die USA unter einem Präsidenten Obama wirklich erwartet.“ scheint eine Menge Wahrheit zu beinhalten. Man weiß zwar, dass er in Fragen der Social Security rechts von Mitt Romney steht. Bei den Themen Abtreibung und Homo-Ehe steht er dagegen für eine Liberalisierung – und befindet sich hier im Kontrast zur Mehrheit der afroamerikanischen Wählerschaft. Außenpolitisch steht er für einen raschen Abzug der US-Truppen aus dem Irak (und hat dafür angeblich eine Strategie in der Schublade), befürwortet eine Militärintervention gegen Al Qaida in Pakistan und nennt den Bürgerkrieg in Darfur einen Genozid. Fehlende außenpolitische Kompetenz macht Obama durch die Berufung der Fachfrau für Völkermord wett: Samantha Power. Hier noch ein interessantes Interview mit der taz, damit klarer wir, um wen es sich dabei handelt: "Öffentlich mit Fehlern abrechnen" Pulitzerpreisträgerin Power tritt zwar einerseits für einen Rückzug aus dem Irak und eine Schließung von Guantanamo ein – andererseits aber auch für eine Wiederherstellung der Hard Power und ein rechtzeitiges Handeln gegen Völkermord. Hier können wir uns also auf Überraschungen gefasst machen, die der pazifistischen Unterstützerszene der Demokraten nicht viel Freude machen werden: Wenn sie an der Kennedy School in der letzten Stunde ihres Kurses zu "moralischen Herausforderungen der US-Außenpolitik" ihre Studenten verabschiedet, schießen ihr die Tränen in die Augen - während sie ihnen auf den Weg gibt, sie sollten sich trauen, für das Gute zu kämpfen. Dafür, dass Menschenrechte genauso nationale Interessen werden wie Wirtschaftswachstum oder Sicherheit. Quelle Auf eine zusätzliche Problematik weist Daniel Pipes im FrontPageMagazine hin: wenn Obama tatsächlich einmal ein Muslim war – was bedeutet das für seine persönliche Sicherheit und das Ansehen der USA in islamisch geprägten Ländern? Immerhin stehen auf den Abfall vom rechten Glauben in vielen muslimisch geprägten Gesellschaften hohe Strafen. Für Islamisten ist dies sogar todeswürdig. Sicher ist, dass ein Präsident Obama mit einer außenpolitischen Beraterin Samantha Power durchaus eine für Demokraten unerwartete Außenpolitik betreiben könnte. Am Ende noch eine Buchempfehlung, die ich dem geneigten Leser ans Herz legen möchte: hier klicken