Life's a open road

Was gibs neues zu berichten ? Ich habs getan....war tatsächlich mal im Remix. Jo hat mich überredet und naja ich hatte ja auch nix besseres zu tun. Am Eingang alles wie damals: Fünf Tacken Eintritt und drei Euronen Mindestverzehr. Von der Low Budget Party im Daddy verwöhnt musste ich da natürlich erstmal wieder schlucken aber hey...was tut man nich so alles um seinem besten Freund nen Gefallen zu tun. Ich wusste ja ungefähr was für Musik so im Remix damals lief aber das häte ich dann nicht erwartet. Es lief den ganzen Abend nur Black Music. Manch einer mag das ja gut finden aber so jemand wie ich gehört da sicher nicht zu. Bleibt nur zu sagen, dass mir das "Hey Yeah" und "Jo Bro" schon nach fünf Minuten gehörig auf die Säcke ging. Natürlich war keiner von den Leuten die ich so kenne da...warum auch. So saßen bzw. standen wir dann erstmal ne halbe Stunde sinnlos in der Gegend rum und haben uns die Leute angeguckt. Ich muss zugeben einen Vorteil hat das Remix: Die Frauen. Mann Jungs ich sag's euch. Im Vergleich zum Daddy oder zum Pulp laufen da regelrechte Göttinnen rum. Ist einfach mal schön ne Frau zu sehen die nicht gerade schwarz trägt und so guckt als ob sie dich auffressen will. Das muss ich einfach dem Remix eingestehen. Tja um dem ganzen Abend dann noch die Krönung aufzusetzen tauchten dann plötzlich unsere Exfreundinnen plus Gefolge von der tanzfläche auf. Jo, der mit seiner eigentlich noch ganz im grünen is hat mich dann natürlich da hingeschleppt. Warum auch nicht. Ich hab dann alle ganz brav umarmt und net gelächelt und mir gedacht: "Hoffentlich bin ich hier bald raus." aber es sollte noch besser kommen. Meine Ex hatte ihren neuen Macker dabei. Soweit so gut dachte ich mir. Eigentlich sollte das dich nicht wirklich kratzen. Ja vonwegen. Ich war total durch'n Wind. Als die beiden dann noch vor meiner Nase rumgeleckt haben wie die Weltmeister war der Abend endgültig gelaufen. Nachdem der Held mir dann noch Schläge angedroht hatte wurd's mir dann doch etwas zu bunt. Wäre ich an dem Abend angetrunken gewesen hätte ich sicherlich anders reagiert aber so setzte ich mich einfach in mein Auto und fuhr nach Hause. Als ich dann so über die leeren Straßen fuhr wurde mir bewusst, dass genau das die beste Therapie für mich ist. Eine einsame Straße runterfahren, ganz laut "Open Road" von Bryan Adams im Radio hören und einfach mal mit singen. Besser als jede Therapiesitzung, nicht dass ich schonmal eine hätte aber hey. Als ich zu Hause im Bet lag schnappte ich mir "The catcher in the rhye" und las noch ein paar Kapitel. Schon komisch wie sehr ein Buch manchmal auf die momentane Situation passt. Es war fast so als ob Salinger über mich schreiben würde. Komisch, nicht wahr ? Noch komischer bzw. beängstigender ist, dass auch Charles Manson mal von sich behauptet hat er sei der Fänger im Roggen....