Meine Woche: Wenn die Alster baden geht…

In diesem Sommer hat der Erste Bürgermeister persönlich das Sommerloch gefüllt. Da seit der Sichtung des Ungeheuers von Loch Ness Seen für diese Beschäftigung in Mode sind, befasste sich unser Staatsoberhaupt und Regierungschef mit der Alster. Genauer: Mit der Außenalster. Noch genauer: Mit dem Schwanenwik. Jener idyllischen Zone zwischen St. Georg und Uhlenhorst, in der sich am Tage Sonnenbadende und abends Grillende der Erholung hingeben. Seine eigene, mehrwöchige Erholung auf Sylt unterbrach Ole von Beust eigens für die Ankündigung, am Schwanenwik eine Badeanstalt errichten zu lassen. Nun gut, könnte man sagen, da Hamburg ja sonst keine Probleme hat, warum nicht? Das Problem: Die Badeanstalt soll nicht etwa offen zugänglich sein, sondern ein Luxusponton, fünf mit Frischwasser gefüllte Tröge, Eintritt ab Vier Euro aufwärts. Einen Touristenanziehungspunkt wolle er schaffen, sagte von Beust. Die Naherholenden aus den Nachbarstadtteilen dagegen schauen in die Röhre. Schade, dass die CDU erst vor kurzem den GAL-Antrag, dort eine Badebucht anzulegen, abgeschmettert hat. Froh bin ich übrigens darüber, dass von Beust wenigstens keine U-Bahnverbindung zu der neuen Badeanstalt bauen will. Für die in der vergangenen Woche angefangene U 4 mit ihren zwei Halterstellen sind bereits jetzt 298 Millionen Euro fällig. Das wird man selbst nicht mit den hohen Eintrittspreisen des Alsterbads refinanzieren können…