"Here we go!"
Wisst ihr, es geht doch (fast) nichts über eine Runde Mario Kart. Das muss nicht unbedingt die neueste DoubleDash-Variante für den Cube sein, die SNES- oder N64-Episoden tun´s auch. Wir spielten die letztere Version, denn bei mir herrscht ständiger Pad-Mangel und das N64 ist die einzige Konsole für die ich vier Controller vorweisen kann. Das Schöne bei Mario Kart ist ja, dass es quasi jeder spielen kann. Auch Personen, die Videospiele höchstens von Frontal 21-Hetzkampagnen kennen, drückt man einfach ein Pad in die Hand, erklärt in der Kurzversion die simple Steuerung ("da ist Gas und dort ist Drift, der Z-Knopf ist zum Benutzen der Items. Bremse? Braucht kein Mensch..") und legt los. Innerhalb von wenigen Sekunden ist man drin im Spiel und spätestens sobald man Bekanntschaft mit der ersten Banane oder dem ersten roten Panzer macht, ist das alte Flair wieder da. Lachen und ausgelacht werden, Glück und Pech, Schadenfreude und Frustration liegen hier eng zusammen. Wer einmal souverän auf der Rainbow Road seine Runden gedreht hat und dann unmittelbar vor dem Zielstrich doch noch abgefangen wurde, kann dafür eventuell direkt im nächsten Rennen den Spieß umdrehen und mittels eines Blitzes das Feld von hinten aufrollen. Schon mit dem MK-Urvater für das Super Nintendo habe ich damals unzählige Runden gedreht. Der anfängliche Pakt zwischen mir und meinen Freunden sich nicht gegenseitig aufs Korn zu nehmen wurde schnell ad acta gelegt; denn richtig spaßig wird es eben doch nur mit gnadenlosem Item-Einsatz. Der zweite Suchtfaktor neben den kurzweiligen Multiplayer-Scharmützeln ist die Jagd nach Bestzeiten beim Timetrail. Ich weiß nicht, wie viele hundert Mal ich alleine die Ghost Valley Strecke gefahren bin, um mich Hunderstel für Hundertstel weiter gen Traumzeit vorzutasten. Komischerweise hat es bislang kein anderes Rennspiel - weder Funracer noch Simulation - geschafft, mich zu ähnlicher Ausdauerarbeit zu bewegen. Mario Kart ist halt was Besonderes.