So ein Tag, so wunderschön wie heute
so ein Tag der währe am besten nie passiert. Heute war mal wieder einer der Tage, die man auch gegen die Wand hätte werfen können. Nach der ersten Entdeckung, dass es unter der Bettdecke wärmer ist, als auf dem Klo, war der Fortlauf des Tages scheinbar schon programmiert. Also ein guter Grund erst spät aufzustehen, zum Beispiel um 13:30 als die penetrant nervigen Zeugen Jehovas in Form von Ruth und Katja vor der Tür standen und einen morgens, halb verpennt, mit einem freundlichen "Guten Tag!!! Ist das Wetter nicht toll? Die Sonne scheint ja mal wieder" zu begrüßen. Irgendwo kann man ja auch mit denen nicht böse sein, da diese nur ihre Mission mit freundlichen Gesten rüber bringen wollen. Also schnell die Diskussion ad absurdum geführt und den Wachturm bzw Erwachet ( konnte es mir nicht nehmen auf die zeitpolitische Aktuallität hinzuweisen, was diese aber überforderte ) für meine Erzkonservativen Vater mitgenommen. Danach war erstmal drei Stunden zeitvertreib angesagt, bis dann meine Eltern vom Dienst wieder kamen. Nun, es war eigentlich wie immer. Mein Vater, auch Reichsfeldmarschall genannt ( aber SPD Mitglied ), kommt rein und vergrümmelt sich irgendwo. Mama, die beste Frau daheim, kommt total bepackt nach Hause und macht erstmal eine Pause. Ja, die Beamten. Aber sie schaut später auch mal bei einem vorbei, worauf man sich letztendlich in der Küche trifft. Kurz darauf hat auch mein Vater mein Bruder vom Praktikumsplatz abgeholt und proportz mal wieder in die Küche und erklärt im Imperativ des Reichsfeldmarschalls, das heute noch die Fensterscheibe, welche seit 15 Jahren im Keller liegt, endlich klein geschlagen und zum Container gefahren werden muss. Ich hatte nur noch ein "Wuff Wuff" übrig, worauf das Temprament des überarbeiteten Beamtens wieder mal auf 210 war und die Androhung kam: "Ich hau dir gleiche mal ein paar rein, dann weißt du ja was los ist!" Schöne neue Welt. Soweit waren wir noch nie. Aber um Mama zu entlassten und ihre Nerven zu schonen, werden wir auch die Scheibe zerschlagen und zum Container fahren. Nun der Tag verlief seinen üblichen Weg. Ich verzog mich mal wieder in mein Zimmer und tränkte meine Depressionen in Hans Zimmers Filmmusik zu Peark Harbour. Alternativ kann ich euch auch das Klassik Radio empfehlen. Es gibt keinen besseren Frühstücks Sender. Nun, der Abendverlief mal wieder so normal. Wir bauen momentan eines unserer Badezimmer um und der Reichsfeldmarschall ist fast jeden Abend motzig, da ihm fast keiner hilft, bzw wenn meine Restfamilie ihm hilft, aber mal wieder keiner Mitdenkt. Ja, das kann anscheinend keiner. Sind wir alle zu doof dafür. Frustriert wird dann Abends die Flasche Rotwein geöffnet und man gibt sich mal wieder die Kante. Ich verbrachte den Abend mal wieder in meinem Zimmer auf meiner unendlichen Reise durchs Internet auf der Suche nach neuen Interessanten Inhalten, z.B. Spiegel Online. Da aber mal alles wieder durchschnitt war, keine wirklich Interessanten Nachrichten kamen, war aber der Abend auch bei nahe mal so wie immer. Hans Zimmer spielte mir die ruhie schöne Welt in die Ohren und brachte mir Träume von großen grünen Wiesen mit vielen Bäumen. Bis eben, Da chattete Jenny mich an. War natürlich total desorintiert, weil Jenny nie um die Uhrzei t mit mir reden würde. Sie hat ja Ihren Freund. Irgendwas stimmte nicht, sie bestand darauf, dass ich sie zurück rief. Bilder rasten mir durch den Kopf, ein verbeultes Auto und das Gefühl, dass etwas passiert sei. Nun, es war wie vor 2 Monaten, als Tim und mir der Rettungswagen entgegen kam und ein schaudern durch den Körper raste. In dieser Nacht, Mittwoch auf Donnerstag, haben wir den Abschluss der Abiturarbeiten gefeiert und Sarah hat sich von Manuel getrennt. Er war einer der ruhigen, aber tiefgreifend emotionalen Menschen. Nun, wie reagiert so jemand, wenn er 2 Promille hat. Er fuhr mit dem Taxi nach Hause und konnte nicht schlafen, stieg in sein Auto, und fuhr, fuhr schneller, und schneller durch die Sperpentinenstrecke am Berg ein Baum, ja bis.... Nun ich rief Jenny an und sie fragte mich, ob ich noch nicht mit Sarah über Hannah geredet hätte. Ich wusste garnicht was sie wollte, aber es ging mir die ganze Zeit nur ein Gedanke durch den Kopf: Suicid. Super, es ist mal wieder geschehen. Gott sei dank, ists mit einem Krankenhausaufenthalt und einigen Rippenbrüchen ausgegangen. Werde Sie wohl morgen mal besuchen. Auto ist natürlich totalschaden. Ja, die Bäume, die Geschwindigkeit, die Serpentinen. Haja, ist das Leben nicht schön. Habe heute Abend dann mal einen neuen Vodka aus meiner Bar ausprobiert. Wyborowa aus Poland. Und da nun Hans Zimmer nicht mehr helfen kann, wirds Ludwig Hirsch. Leute, wenn Ihr einmal jemand braucht, der für euch singt, Ludwig ist für euch da. Nun, dabei kam die Entscheidung diesen Blog hier zu öffnen und Anzufangen, einmal alles aufzuschreiben. Vielleicht kann ich ihn eines Tages, wenn ich es endlich geschafft habe, mir einen Termin beim Psychologen geben zu lassen, einreichen. Leute, das Leben geht weiter, auch wenn man einen Reichsfeldmarschall, eine Ärger um alles Vermeidende Mutter und noch einen Suicid Kandidat um sich hat. Passt auf euch auf Jerome