Stummer Schrei...
Hast du jemals so eine Angst gehabt, dass es dir den Atem genommen hat? Kennst du das Gefühl, das selbst der qualvolle Tod eine Erleichterung für dich wäre? Hast du dich schon einmal so sehr selbst gehasst, dass es unerträglich war, dich zu spüren, unerträglich zu denken, zu sprechen, zu sehen? Fühlst du dich so hilflos wie ich, dass du nicht weißt, ob du diesen Tag noch überstehen wirst? Ich kenne mich nicht! Ich kenne mich immer seltener, ich kenn mich immer öfter. Ich kenne mich nicht. Ist all das, wofür ich dachte gelebt zu haben, auf einmal wieder unwichtig? Ist es vielleicht der falsche Weg, den ich gehe? Hast du dich schon einmal So wenig ertragen können, dass du spüren konntest, wie sich dein Herz so zusammenzieht, dass es weh tut als würdest du jeden Moment fallen? Kennst du das Gefühl, zwei Leben zu leben und du nicht wusstest, welches das echte ist? Hast du gedacht, alles wäre falsch? Fühlst du dich verloren wie ein kleines Kind, verstoßen und ungeliebt, weißt du, dass du nur verlieren kannst? Hast du je gedacht „Bring mich um bitte“ Hast du zu Gott gebetet, er soll dich endlich töten, weil du selber zu feige bist? Sitzt du regungslos da und wartest…? Wartest, das endlich etwas passiert, was dich erlösen wird, weil du selber zu schwach bist? Schreist du stumm um Hilfe..? Schreist du so laut wie ich? Kannst du dich hören? Hörst du mich? Ich kann dir nicht helfen. Ich kann kein Leben retten. Ich kann nicht einmal meines retten. Ich kann mich nicht mehr hören. Ich ersticke vor Kälte Und verbrenne vor Hitze. Ich kauere irgendwo in mir Und warte auf meinen Papa, warte auf die schützende Hand meiner Mutter, warte vergebens auf meine Kindheit, vergebens auf diese Liebe, die fehlende Liebe die mich bis heute verfolgt. In meinen Träumen Und an jedem Tag, an dem ich es schaffe morgens die Augen zu öffnen. Ich öffne sie. Jeden Tag. Es kommt nie wieder zurück. Alles ist passiert. Ich füge dir schmerzen zu. Ich kann mir keine mehr zufügen, denn das einzige was ich noch tun könnte, ist das hier zu beenden. Aber die Angst ist zu groß. Größer als die, die ich empfinde wenn ich Abends schlafen gehe, größer als die, die ich spüre wenn ich aufwache, größer als die Angst in meinen Träumen. Ich kann jetzt nicht weinen. Selbst dafür fehlt mir die Kraft. Für diesen Schmerz gibt es keine Tränen mehr. STEH AUF VERDAMMT Schreit es in mir. Ich kann nicht. Ich kann nicht. Ich kann nicht ohne dich. Ich kann nicht mit dir. Mit mir schon gar nicht. Und ohne mich auch nicht. Ohnmächtig starre ich auf diese Welt. Kraftlos sinke ich hinein In meine Unendlichkeit Und warte darauf, ja, feige warte ich darauf. Auf etwas Hoffnung. Ich warte auf etwas unerreichbares. Mein Fehler. Euer Fehler. Es ist zu spät.