Verabredung zum...

silvesterabend. ca. 20 uhr. ich fahre durch die innenstadt und überall ist eine gewisse aufgeregheit zu spüren. grüppchen eilen feingemacht zu irgendwelchen restaurants, bars und größer angelegten spots der feierlichkeiten. die sirrende aufregung in der luft macht dabei keinen negativen eindruck sondern ist irgendwie von einer gewissen vorfreude geprägt. ja, aber worauf denn eigentlich nun?? eigentlich doch nur auf die tatsache das man sich um 0uhr zum gemeinschaftlichen freuen verabredet hat. mehr isses zwar nicht, aber es ist erstaunlich wie gut das dem mensch immer wieder gelingt. ist das dann massenhysterie? schon. vereinbartes emotionsgebahren zum tag und zur stunde x. es könnte auch ein x-beliebiger anderer tag sein, aber an denen weiss niemand etwas von einer freupflicht, also freut sich auch keiner. ist es einfach so faszinierend zu wissen das sich in diesem einen moment freude konzentriert in den köpfen, ist das einer der kurzen gemeinschaftlichen wachmomente? auch an weihnachten BESINNT man sich als ordentlicher bürger, ganz so als würde der wecker angehen. hört sich an wie "zur besinnung kommen". hm, das würde ja bedeuten das wir sonst in mehr oder weniger kollektiver betäubung unser dasein fristen und uns dann an diesen willkürlichen festtagen an unser bewusstsein erinnern - und schwelgen über diese tatsache in begeisterung. irgendwie habe ich mit all diesen tagen aus den geschilderten gründen so meine bauchschmerzen die sich zum teil zu einer - zugegebenermaßen auch teilweise etwas verbohrten - abneigung entwickelt haben. alles bleibt anders. frohes neues! kosi