Weblogs und die Folgen

Weblogs sind einfach zu bedienen und billig - Jeder der Texte erstellen und einen Browser bedienen kann, ist auch in der Lage ein Weblog zu verwalten. - Im Vergleich zu komplexen Content-Management-Systemen sind die meisten Weblog-Systeme für den privaten Gebrauch kostenlos im Internet erhältlich. Weblogs und ihre Inhalte - Gegner sehen Gefahr für klassische Medien durch Qualitätsverlust der Inhalte. Artikel werden unzensiert ins Netz gestellt, außerdem haben die meisten Autoren keine klassische Journalistenausbildung - In den meisten Fällen haben Weblogs keine eigenen Inhalte, die man im engeren Sinne als Nachrichten verstehen könnte. Anstatt dessen bestehen sie nur aus sehr persönlichen Kommentaren oder aus Links auf andere Webseiten, auf denen erst dann der eigentliche Inhalt zu finden ist. Für den gewöhnlichen Internet-Nutzer kann dadurch der Nachteil entstehen, dass er bei der Suche nach einem bestimmten Inhalt erst über erhebliche Umwege zum gewünschten Ziel kommt. Weblogs sind ortsunabhängig -Weblogs können von jedem internetfähigem Rechner zu jedem beliebigen Zeitpunkt editiert werden. Weblogs informieren schneller - Infos topaktuell (z.B. Warblogs http://www.back-to-iraq.com/) - Aufgrund der starken Verlinkung untereinander verbreiten sich Informationen in Weblogs meist schneller als in professionellen Magazinen. Weblogs sind interaktiv -große Nähe zum Autor durch die Möglichkeit des Lesers Beiträge zu kommentieren Weblogs schreiben vielfältiger - Keine Zensur durch irgendeine Institution (Chefredakteur, Staat; auch Gegenpol zu den „embedded Journalists“ traditioneller Medien) - Beispielsweise nach dem 11. September: Während amerikanische Zeitungen und Fernsehsender versuchten, sich gegenseitig mit Patriotismus und Regierungsfreundlichkeit zu überbieten, blieben die Weblogs dagegen sehr facettenreich. Grund: keine Wirtschaftlichen Interessen - bekanntestes Warblog aus dem Irakkrieg 2003 von Salam Pax, der täglich aus Bagdad über die aktuelle Kriegsentwicklung und deren Auswirkung auf die Zivilbevölkerung berichtete. Dort kam vieles zur Sprache, was in der westlichen Berichterstattung nicht oder nur kaum Erwähnung fand. Geschehnisse können so "hautnah" miterlebt werden Weblogs sind unkontrollierbar - Dezentrale Struktur: starke Verlinkung untereinander, zahlreiche Kopien der wesentlichen Aussagen auf zahlreichen Servern, keine Ländergrenzen - Für die Träger der staatlichen Gewalt wird es daher nahezu unmöglich, diesen Informationsfluß zu steuern. Was die Unkontrollierbarkeit bewirkt, wird letztendlich eine Frage des Weblog-Themas sein. Aus der Sicht eines demokratisch geprägten Menschen wird dies im Falle der chinesischen Diktatur sicherlich zutreffen, aber im Zusammenhang von rechts-radikalen Parolen dürfte es sich eher als Nachteil erweisen. Weblogs sind eine gläserne Visitenkarte - durch Suchmaschinenfunktionen können Informationen über Personen gesammelt werden, da in Weblogs die persönliche Meinung des Autors zu unterschiedlichsten Themen geäußert wird. Dies kann z.B. bei Bewerbungsgesprächen ein Nachteil sei, da diese Informationen durch den Arbeitgeber genutzt werden können Weblogs machen süchtig - durch steigende Besucherzahlen, entwickelt sich eine Art Zwang mehr und besser zu schreiben. Folge: Realitätsverlust. Weblogs produzieren geistigen Müll - Je einfacher das Veröffentlichen von Informationen ist, desto niedriger ist auch die Hemmschwelle, "geistigen Müll" im Internet zu veröffentlichen. - Durch irrsinnige Kommentare können Einträge "vermüllt" werden Weblogs schaden dem Image - durch Suchmaschinen Nutzung kann es passieren, dass bei der Suche nach einem Unternehmen eine kritische Äußerung aus einem Weblog vor der eigentlichen Unternehmenswebseite gelistet wird. Weblogs verraten Firmengeheimnisse - Jeder Beitrag ist öffentlich. Durch Beschreibung der Tagesabläufe von Bloggern, können Betriebsgeheimnisse ausgeplaudert oder auch Kollegen gemobbt werden. -Bsp: AppleMac World. Hier wurden im Vorfeld die neuen Innovationen von Apple diskutiert, somit fiel der Präsentationseffekt auf der Messe entsprechened niedriger aus. Apple reichte Klage gegen die Blogger ein.